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Rechenschwäche - was ist das?

Rechenschwäche – was ist das?

Rechenschwäche – mit der Mathematik auf Kriegsfuß stehen. Nicht sicher rechnen und mit Zahlen umgehen können, ist ein Problem, das schon Kindern aus der Generation unserer Großeltern in ihrer Schulzeit zu schaffen machte.
Wer kennt nicht solche Sprüche, die oft in Familien von einer Generation an die nächste weitergegeben werden, wie „Mathe lag mir auch nicht.“ oder  „Das gibt sich schon noch.“ Doch damit ist Betroffenen weder geholfen noch wird so aus einer Rechenschwäche eine Rechenstärke.

Dennoch scheint es, als ob das Problem Rechenschwäche – oder Dyskalkulie, wie der Fachbegriff dazu lautet – ähnlich, wie die Lese- Rechtschreibschwäche, immer größere Ausmaße annimmt und sich mehr und mehr zur Volkskrankheit ausweitet.
In Zahlen gesprochen: Man geht heute etwa davon aus, dass rund 5% der Weltbevölkerung von einer Rechenschwäche betroffen sind. In der EU sind das dann bei rund 507 Millionen Einwohnern immerhin rund 25 Millionen Menschen. Heruntergebrochen auf die Bundesrepublik Deutschland heißt das, dass gut 5 Millionen Menschen in Deutschland nicht sicher rechnen können!

Wenn wir von Rechenschwäche sprechen, dann geht es gar nicht darum, komplexe mathematische Aufgaben zu lösen oder gar die höhere Mathematik zu beherrschen. Nein, es geht darum, sich in den vier Grundrechenarten sicher zu bewegen, mit Maßen und Geld umzugehen bzw. die im Alltag „versteckte“ Mathematik zu meistern. Kindern mit Rechenschwäche gelingt genau das nicht und so brauchen sie z.B. für die Erledigung ihrer Hausausgaben oft Stunden, bis endlich ein Ergebnis auf dem Papier steht.

Ist Rechenschwäche eine Krankheit?
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Welche Anzeichen sprechen für eine Rechenschwäche?
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Nachteilsausgleich / Sekundärstörung
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Ihnen fehlt schlichtweg der Bezug zur Mathematik.

Einfache Aufgaben, wie z.B. 15 + 13  oder 42 – 18, können sie nicht zügig lösen. Ihnen fehlt es an einer immer wieder anwendbaren Strategie und deshalb suchen Sie bei Aufgaben gleichen Typs jedes Mal neu nach dem Lösungsansatz. Oder sie bedienen sich vermeintlicher Strategien, ohne dass dafür ein Verständnis entwickelt wurde. Eine solche „Regel“ könnte z.B. lauten „x 10, da kommt eine 0 ans Ende. Sie haben kein oder ein nur schwach ausgeprägtes Mengenverständnis und können sich so unter einer Zahl nicht die dahinter stehende Menge vorstellen. Um „irgendwie durchzukommen“, versuchen sie, Aufgaben auswendig zu lernen, was angesichts der Fülle von möglichen Aufgabenstellungen per se zum Scheitern verurteilt ist. Kinder mit Rechenschwäche fällt es schwer, die Sprache der Mathematik zu verstehen und hinter Begriffen deren feste Bedeutungen zu erkennen. S.g. Platzhalteraufgaben – gegeben sind z.B. Summe und ein Summand – erscheinen unlösbar. Vorgänger und Nachfolger sind unbekannte Begriffe und auch die Einordnung von Zahlen am Zahlenstrahl gelingt nicht. Das dekadische Stellenwertsystem erschließt sich ihnen nicht. Sachaufgaben, in denen die Mathematik in Text verpackt ist, sind ein rotes Tuch.

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