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Nachteilsausgleich Mathematik

Kinder mit Rechenschwäche leiden erheblich unter ihren Problemen im Fach Mathematik.  Mathematik gehört vom ersten Schultag an zu den s.g. Hauptfächern. Für Kinder mit Rechenschwäche bedeutet dies, dass sie schon als Grundschüler einem hohen Leidensdruck ausgesetzt sind. Das auch gleich mehrfach pro Woche, denn als Hauptfach steht Mathe an mehr als nur einem Tag auf dem Stundenplan. Auf das Selbstbewusstsein dieser Kinder hat das oft fatale Auswirkungen. Schnell entsteht ein Teufelskreis aus Angst vor neuen Herausforderungen und der fast unvermeidlichen immer erneuten Bestätigung ihres Nichtkönnens.

Ein Nachteilsausgleich kann hier Abhilfe schaffen  und für die oft dringend bei Kindern und Eltern gleichermaßen benötigte Entspannung sorgen.

Die Entscheidung, ob der Nachteilsausgleich gewährt wird, trifft die Schule. Erste Voraussetzung ist ein psychologisches Attest, das die Rechenschwäche bestätigt. Leider gibt es für den Nachteilsausgleich keine bundesweit einheitliche Regelung. Nicht alle Schulen stehen dem Thema offen gegenüber. Teilweise besteht die Befürchtung, Kindern damit eine Art Freifahrtschein zu erteilen. Doch es lohnt sich, wenn Eltern hier den Dialog mit der Schule nicht scheuen.

Mit dem Nachteilsausgleich erhalten Kinder u.a. folgende Erleichterungen im Fach Mathematik:

  • Erteilung von weniger Aufgaben
  • keine oder weniger strenge Bewertung
  • Gewährung längerer Bearbeitungszeiten

Ziel ist es, die Rechenprobleme in den Griff zu bekommen. Daher macht der Nachteilsausgleich nur Sinn, wenn das Kind parallel eine individuelle Förderung erhält. Die im Unterricht gewährten Erleichterungen werden dann in dem Maß zurückgefahren, in dem das Kind Fortschritte macht. Damit erhalten die Anstrengungen des Kindes und seine Leistungsverbesserungen die nötige Anerkennung und Wertschätzung. Gleichzeitig ist damit immer klar, dass der Nachteilsausgleich nicht zeitlich unbegrenzt gilt und eben kein Freifahrtschein für das Fach Mathematik ist.

Der Nachteilsausgleich muss auf dem Zeugnis vermerkt werden.  Sollte er bis zum Ende der Schulzeit bestehen,  steht er damit dann auch auf dem Abschlusszeugnis, was an weiterführenden Schulen und Hochschulen nicht unbedingt förderlich ist.

Je frühzeitiger Kinder Hilfe bekommen, umso besser ist dies natürlich, würde doch damit weniger Zeit vergehen, in der die Psyche des Kindes den Belastungen ausgesetzt ist. In der Praxis zeigt sich leider meist ein anderes Bild. Viele Kinder mit Rechenschwäche haben lange Leidenswege über mehrere Schuljahre hinter sich. Damit besteht auch die Gefahr der Entwicklung s.g. Sekundärstörungen, d.h. zusätzlich zum Problem der Rechenschwäche kommen psychische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten hinzu, die einer Behandlung bedürfen.

Lerncoaching Blog

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